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Botschaft Paris I

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Basisinformation
Bestandsbeschreibung
multilang
Dieser Bestand enthält vier relevante Archivalien, die sich zusammensetzen aus Akten zu Politik und zum Handel mit Indien.
Signatur
RAV 204-1
Verzeichnungsstufe
vocabularystrict
Bestand ref
Datum bis
1945-12-31
Titel
Botschaft Paris I
Datum von
1817-01-01
Langunterlagen
4
Bearbeitungsstatus
vocabularystrict
05 veröffentlicht ref
Letzte Bearbeitung
Bestandsbeschreibung (Zitat)
Bestandsgeschichte:<lb/>In Paris, der Hauptstadt Frankreichs, existierte eine Gesandtschaft des Norddeutschen Bundes, die mit der Reichsgründung 1871 zur Gesandtschaft und noch im selben Jahr zur Botschaft für das Deutsche Reich umgewandelt wurde. Die Botschaft bestand bis zum Kriegszustand mit Frankreich am 3. August 1914. Der Schutz deutscher Interessen in Frankreich wurde bis 1917 durch die USA, danach durch die Schweiz wahrgenommen.<lb/><lb/>Die Wiedereröffnung erfolgte 1920 als diplomatische Vertretung, die im September 1920 zur deutschen Botschaft umgewandelt wurde. Mit der französischen Besetzung des Ruhrgebiets 1923 wurde der Botschafter abberufen, bereits 1924 aber der Posten wieder besetzt. Aufgrund des Kriegszustandes mit Frankreich am 3. September 1939 wurde die Botschaft geschlossen. Die Schutzmachtvertretung übernahm für Frankreich und seine Gebiete Schweden. Mit dem 1. Juli 1940 ging die Wahrnehmung der deutschen Interessen im Bezirk Paris und für den restlichen besetzten Bezirk mit dem 01. Oktober 1940 zurück auf die deutschen Besatzungsbehörden bzw. die Dienststelle des AA in Paris über. Im unbesetzten Gebiet nahm weiterhin Schweden die Interessen wahr, dies wurde erst mit der Einrichtung der Zweigstelle in Vichy gegenstandslos (u.a. s. RZ 405/40287).<lb/><lb/>Mitte 1940 erfolgte die Einrichtung einer Dienststelle des Bevollmächtigten des Auswärtigen Amts beim Militärbefehlshaber in Frankreich, ab dem 20. November 1940 hieß sie wieder "Deutsche Botschaft in Paris". 1944 wurde der Botschaftssitz in verschiedene Ausweichstellen verlegt: Nancy, St. Die, Gerardmer, Baden-Baden, Sigmaringen, Bad Mergentheim, zuletzt Konstanz, wo die Botschaft bis zum Kriegsende 1945 bestehen blieb.<lb/><lb/>---<lb/><lb/>Ein Teil der Akten kam 2005 durch eine französische Aktenrückgabe in das Archiv. Ein sehr kleiner Teil der Akten der Gesandtschaft befand sich bis 2008 im Bundesarchiv und ist in der Abgabeliste "Paris II" zu finden.<lb/><lb/>Leiter:<lb/>- 1871: Alfred Graf von Waldersee, Leitung der Botschaft<lb/>- 1871-1874: Graf Harry von Arnim(-Suckow), Gesandter, Ende 1871 Botschafter, 1872 Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz<lb/>- 1874-1885: Prinz von Ratibor und Corvey Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst, Botschafter<lb/>- 1885-1901: Georg Graf zu Münster-Ledenburg, ab 1899 Fürst Georg Münster von Derneburg, Botschafter<lb/>- 1901-1910: Fürst Hugo von Radolin, Botschafter<lb/>- 1910-1914: Wilhelm Freiherr von Schoen, Botschafter<lb/>- 1920-1923: Wilhelm Mayer, Geschäftsträger, Charakter als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister, 1920 Botschafter<lb/>- 1923-1924: Leopold von Hoesch, kommissarische Leitung<lb/>- 1924-1932: Leopold von Hoesch, Botschafter<lb/>- 1932-1935: Roland Köster, Botschafter<lb/>- 1936-1939: Johannes Graf von Welczeck, Botschafter<lb/>- 1940-1942: Otto Abetz, Bevollmächtigter des AA beim Militärbefehlshaber in Frankreich, 1940 Botschafter<lb/>- 1943-1944: Otto Abetz, Botschafter<lb/><lb/>Inhaltliche Charakterisierung:<lb/>Verwaltung und Geschäftsgang, Personalien, deutsche und fremde diplomatische und konsularische Vertretungen, Zweigstelle Vichy, Protokoll, Orden, Politik, Versailler Vertrag, Völkerbund, Elsass-Lothringen, Saargebiet, Ruhrbesetzung, Kriegsschuldfrage, Kolonialsachen, Fremdenlegion, NSDAP, NS-Organisationen, jüdische Angelegenheiten, Judenangelegenheiten, Kommunismus, Militär, Marine, Wirtschaft, Handel, Industrie, Landwirtschaft, Fischerei, Verkehr, Schifffahrt, Eisenbahn, Fernmeldewesen, Recht, Grenzsachen, Polizeisachen, Auswanderung, Kultur, Kunst und Wissenschaft, Deutschtum, Vereine, Kirchen- und Schulwesen, Gesundheitswesen, Arbeiter- und Sozialfragen, Presse und Propaganda; Handakten der Konsuln Eugen Julius Lorz und Hans Henning von Bose, Archivkommission unter Kurt Jagow<lb/><lb/>Quelle: Beständeübersicht PA AA
Kontext
Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes &gt; 2. Akten &gt; 2.2 Deutsches Reich - Auslandsvertretungen &gt; 2.2.7 Auslandsvertretungen O-Q
Umfang
Archivalientyp
vocabularystrict
Arbeitsschritte
vocabularystrict
Notizen
Datum (Verifikation)
Datum (Text)
Klassifikation
multiple
Bestandsbeschreibung (Zitat)
Rechte
Bezüge
Aufbewahrungsort
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Sachindex
multiplerelationstrict
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Ortsindex
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Frankreich ref
Indien ref
Personenindex
multiplerelationstrict
Provenienzbildner
relationstrict

Das moderne Indien in deutschen Archiven 1706–1989 (MIDA) ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Langfristvorhaben